Ein Bandscheibenvorfall gehört zu den Diagnosen, die viele Patient:innen zunächst stark verunsichern. Häufig entstehen sofort Fragen wie:
Muss ich operiert werden? Sollte ich mich schonen? Und kann ich überhaupt wieder normal belastbar werden?
In der Sendung NDR Visite am 10. März 2026 wird genau diese Frage thematisiert:
Wann ist eine Operation bei einem Bandscheibenvorfall wirklich notwendig – und wann nicht?
In dem Beitrag berichtet das Team von NDR Visite über unterschiedliche Perspektiven auf dieses Thema. Neben der medizinischen Einordnung wird auch eine persönliche Erfahrung aus dem Elbmedicum gezeigt: Inga Johannmeyer, Physiotherapeutin und Inhaberin des Elbmedicums, berichtet über ihren eigenen Bandscheibenvorfall und den Weg durch Diagnose, Behandlung und Rehabilitation.
Ein Bandscheibenvorfall ist eine häufige Ursache für Rücken- und Beinschmerzen. Gleichzeitig bestehen viele Missverständnisse über die Erkrankung und ihre Behandlung.
Die wichtigste Botschaft aus wissenschaftlicher Sicht lautet:
Die meisten Bandscheibenvorfälle müssen nicht operiert werden.
In bestimmten Situationen kann eine Operation jedoch sinnvoll oder notwendig sein. Entscheidend ist immer eine individuelle Entscheidung auf Grundlage der Beschwerden, der neurologischen Befunde und des bisherigen Therapieverlaufs.
In diesem Beitrag möchten wir erklären:
•was bei einem Bandscheibenvorfall im Körper passiert
•wann eine Operation tatsächlich notwendig ist
•welche Rolle konservative Therapie spielt
•und wie eine moderne Rehabilitation aussehen kann
Unser Ziel im Elbmedicum ist es, Patient:innen eine klare und evidenzbasierte Orientierung zu geben – damit sie informierte Entscheidungen über ihre Behandlung treffen können.
Wie häufig sind Bandscheibenvorfälle?
Während Rückenschmerzen weltweit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen gehören, (Etwa 70–80 % der Menschen erleben im Laufe ihres Lebens stärkere Rückenschmerzen) tritt ein Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule mit Nervenreizung deutlich seltener auf. Dieser betrifft etwa 1–3 % der Bevölkerung pro Jahr.
Besonders häufig tritt er zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf.
Was passiert bei einem Bandscheibenvorfall?
- Schmerzen im unteren Rücken
- ausstrahlende Schmerzen in das Bein
- Kribbeln oder Taubheit
- in seltenen Fällen Muskelschwäche
Warum entstehen Schmerzen?
Wann muss ein Bandscheibenvorfall operiert werden?
- schwere oder zunehmende Lähmungen
- Blasen- oder Darmstörungen
- Cauda-Equina-Syndrom
- starke Schmerzen über längere Zeit bestehen
- konservative Therapie keine ausreichende Verbesserung bringt
- die Lebensqualität stark eingeschränkt bleibt
Eine persönliche Erfahrung aus dem Elbmedicum
Wie sieht eine moderne konservative Behandlung aus?
- Beweglichkeit der Wirbelsäule
- Belastbarkeit im Alltag
- Bewegungsstrategien
- individuelle Belastungsfaktoren
Können sich Bandscheibenvorfälle zurückbilden?
FAQ – Häufige Fragen zum Bandscheibenvorfall





